Festplatten-Backup erstellen – diese Möglichkeiten gibt es

Ganz gleich, ob HDD oder SSD: Insbesondere im Businessbereich sind Festplatten-Backups unerlässlich. Eine regelmäßige Datensicherung bewahrt Kleinunternehmen ebenso wie Großkonzerne vor existenzbedrohenden finanziellen Schäden und Image-Problemen. Den Ruf, nur unzureichend für die eigene Datensicherheit zu sorgen, kann sich im IT-Zeitalter unabhängig von der bedienten Branche keine Firma mehr leisten. Doch wie erstellt man überhaupt ein richtiges Backup? Von drei Optionen, die auch ohne eigene IT-Abteilung funktionieren, lesen Sie hier.

Systemabbild auf interner oder externer Festplatte

Wer in seinem Betrieb oder Büro nur vereinzelt Rechner nutzt und somit auch nur wenige Terabyte an Daten gegen potenzielle Datenverluste absichern möchte, kann sich einfach mit einer zusätzlichen internen oder externen Festplatte behelfen. Wahlweise über spezialisierte Programme lassen sich darauf ganze Systemabbilder oder Teildaten absichern – dies geht einfach und schnell und setzt nicht allzu viel Geschick in Sachen IT voraus.

Wer will, kann sogar auf Windows-eigene Dienste zurückgreifen. Unter Windows 10 finden Nutzer zum Beispiel in den Windows-Einstellungen den Punkt „Update und Sicherung“. Von dort aus geht es weiter zur Menüauswahl „Sicherung“, wo sich schließlich diverse Parameter für das Datensicherungsvorhaben einstellen lassen. So legt der Nutzer unter anderem einen Zeitplan für regelmäßige Backupvorhaben fest und wählt anschließend einen Speicherort aus. Neben internen und externen Festplatten kann hier auch ein Netzlaufwerk als Zielort bestimmt werden.

Die Nachteile der Festplattenlösung: Nur ein Nutzer hat stets gleichzeitig Zugriff auf das Backup und nach der initialen Sicherung des kompletten Systemabbildes werden in der Regel nur noch die Änderungen überschrieben. Ein effektives Dateiversionsmanagement ist so nicht möglich.

Backup-Festplatten

Lokal vernetzter Speicher (NAS)

Einen dieser Nachteile heben sogenannte Network-Attached-Storage-Lösungen (NAS) auf. Hier werden physische Speichermedien per WLAN oder LAN an das lokale Netzwerk angeschlossen und erlauben mehreren berechtigten Teilnehmern den gleichzeitigen Datenzugriff. Der Netzwerkanschluss macht das Setup relativ ortsunabhängig von den angeschlossenen Teilnehmern, sodass die Daten in einer sicheren Umgebung und an einem separaten Stromanschluss gesichert werden können. Schädliche Einflüsse, die sich auf einen angeschlossenen Büro-PC auswirken, müssen also nicht zwangsläufig das NAS-System erreichen.

Ein weiterer Vorteil der lokalen Cloud: NAS-Systeme lassen sich je nach Bedarf skalieren und können fast beliebig um neue Festplatten erweitert werden. Für Unternehmen im Wachstum können sie also eine passende Backup-Lösung sein. Vor allem, da sie sich mittlerweile auch bei Privatanwendern etabliert haben und dementsprechend leicht zu bedienen sind. Das Risiko eines Datenverlusts durch Festplattenschäden lässt sich durch die redundante Anordnung unabhängiger Festplatten, also das sogenannte RAID-Verfahren, reduzieren.

Cloud-Tools und Online-Dienste

Zusätzlich zu den „internen“ Lösungen der Datensicherung per interner oder externer Festplatte sowie per Netzwerk gibt es die Option, die Backups an einen Dienstleister auszulagern. Mittlerweile existiert eine große Zahl von Anbietern, die in regelmäßigen Abständen Sicherungen eines einzelnen Systems erstellen und auf ihren Servern abspeichern. Das ist vor allem aufgrund der Server-Standorte in den USA datenschutzrechtlich häufig bedenklich. Die wohl bessere Alternative: Business-Clouds namhafter und vertrauenswürdiger Anbieter aus Deutschland und Europa. Lokale Clients sorgen hier dafür, dass verifizierte Nutzer von jedem Ort der Welt auf bestimmte Daten zugreifen, sie editieren oder auch löschen können. Über die Cloud wird die Datei dann auf allen Clients automatisch aktualisiert. Wichtige Daten sind auf diese Art selbst dann erreichbar, wenn einzelne Rechner oder lokale Festplatten ausfallen.

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NAS-Systeme bei MCL Link

 


 
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