Gen10-Server von HPE im Test - Sicher, schnell und vielseitig

Geschwindigkeit, Sicherheit und Leistung bestimmen die Anforderungen an Server im Arbeitsalltag. Ob SAP HANA, BI, DATA Warehouse oder In-Memory-Datenbanken, umfangreiche Software-Lösungen und steigende Datenmengen schrauben die Ansprüche hoch – selbst im Mittelstand und in kleinen Unternehmen.

Alexander Wolff, Geschäftsführer bei MCL, ist mit den Anforderungen in der IT-Branche bestens vertraut und hat sich die neue Servergeneration von HPE, Gen10, genauer angesehen. Diese ist speziell darauf ausgelegt, im Umgang mit arbeitsintensiven Datenbanken für spürbare Beschleunigung zu sorgen – durch neue Skylake-Prozessoren von Intel, erhöhte Taktung der CPU und eine hohe Speicherdichte. So soll sie den Weg für einen souveränen Umgang mit Big Data freimachen und auch für kleinere Unternehmen Vorteile bringen – zum Beispiel durch zusätzlichen Platz für interne Festplatten. Wir haben bereits Anfang Juli über die Top 5 der neuen Funktionen berichtet und nun wurden die neuen HPE-Server getestet. Halten die Gen10-Server ihr Versprechen in der Realität?

 

HPE Gen10: Der sicherste Server der Welt?


Mit diesen Worten wird die neue Servergeneration von HPE gerne beworben. "Eine große Aussage, die sich bei näherem Hinsehen als wahr erweist. Ich bin beeindruckt von den neuen Möglichkeiten!“, so Wolff. Tatsächlich liest man in letzter Zeit oft genug in der Presse, dass selbst renommierte Hardwarehersteller Opfer eines Hackerangriffs werden. Das erhöht die Angst bei Firmen, die tagtäglich mit sensiblen Daten umgehen, allen voran Banken, Versicherungen oder Hosting-Provider. Aber auch börsennotierte Unternehmen sind in Sorge vor einem solchen Szenario. Denn übernimmt wie im oben angesprochenen Fall eine gehackte Firmware das Steuer, sind Betrügern Tür und Tor geöffnet.

Neuartige Hardware-Signatur gegen Hackerangriffe


Ganz verhindern können das selbst die Gen10-Server nicht. Doch wer auf die neue Servergeneration von HPE umsteigt, soll optimale Voraussetzungen dafür schaffen, dass er rechtzeitig gewarnt wird. Wie das neue Sicherheitskonzept von HPE im Einzelnen aussieht? Alexander Wolff hat sich den Vorgang genauer angesehen.

Das Ergebnis: Bei Gen10-Servern ist auf der Hardware selbst eine Signatur eingeschrieben. Auf dieser Basis gleichen sich Treiber und Firmware regelmäßig ab. Besteht Grund zur Sorge, setzt das System den User umgehend in Kenntnis. So funktioniert die Hardware-Signatur:

1. Testing
Es finden fortwährend automatisch oder manuell gestartete Tests statt, die überprüfen, ob Firmware gehackt wurde. Das geschieht im laufenden Betrieb und ohne, dass der Server heruntergefahren werden muss.
2. FrÜherkennung
Besteht tatsächlich eine Bedrohung, erkennt das dies System frühzeitig und informiert Sie.
3. Schnell reagieren
Sie können sofort geeignete Gegenmaßnahmen einleiten, noch bevor ein Schaden entsteht

 

Wichtiger Hinweis von Alexander Wolff: Um dieses Sicherheitsfeature zu nutzen, benötigen Sie eine weitere Lizenz. Die lässt sich jedoch einfach einspielen und auch das Aktivieren des Dienstes geht problemlos – ohne spezielle Fachkenntnisse. Sie setzen einfach ein Häkchen und bestimmen so, was im Anschluss an einen Sicherheitstest passieren soll. Auch ob Sicherheitstests automatisch stattfinden oder manuell von Ihnen gestartet werden, entscheiden Sie.

 

Big Data im Akkord: Kurze Latenz für die schnelle Bereitstellung von Informationen


In seinem Berufsalltag begegnen Alexander Wolff die unterschiedlichsten Kunden. Doch viele davon leiden unter den gleichen Problemen. Er erzählt: "Im Maschinenbauunternehmen M. mit 600 Usern gehört das Scannen von Barcodes zum Alltag in der Logistik. Dabei kommt ein ERP-System auf Datenbankbasis zum Einsatz. Das Problem, das sich dabei ergibt: Ein klassisches Speichersystem ist in diesem Fall quälend langsam. Selbst der Einsatz schneller SSD-Laufwerke ist mit Latenzen verbunden, die sich bei der täglichen Arbeit bemerkbar machen."

Wie M. geht es laut Wolff vielen anderen Firmen, die mit Barcode-Scannern arbeiten und auf schnelle Reaktionen seitens des Servers angewiesen sind. Was Serverherstellern in diesem Fall bleibt, ist, den dauerhaften Festplattenspeicher immer näher an die CPU heranzurücken. Je besser das gelingt, desto kleiner werden Verzögerungen und desto schneller sind Informationen verfügbar.


HPE Gen10-Server gehen auch hier einen Schritt weiter, wie Wolff feststellt. Sie bieten den Festplattenspeicher durch den Einsatz sogenannter "NVDIMMs" direkt auf dem Board an. So ist dieser mit Memory-Geschwindigkeit verfügbar. Dem Unternehmen M. eröffnet das die Möglichkeit, seine Logdateien auf das Board zu legen und Informationen mit deutlich kürzeren Latenzen abzurufen – ein Vorteil, von dem nicht nur Logistikabteilungen profitieren. Auch alle Firmen, die mit umfangreichen Datenbanken arbeiten, genießen auf diese Art eine deutliche Beschleunigung beim Zugriff und Abruf von Daten.

Mehr Speicher und höhere CPU-Performance für beste Performance mit Big Data


„Neben Schnelligkeit spielt die Kapazität des Serverspeichers eine zentrale Rolle“, meint Wolff. Besonders wichtig ist das seiner Erfahrung nach für große Konzerne wie Versicherungen, für die Big Data längst zu einem festen Bestandteil der Arbeit geworden ist.

 

Auch hier setzen Gen10-Server von Hewlett Packard Enterprise die Messlatte höher. Denn durch die Möglichkeit, eine große Anzahl an Festplatten mit NVMe-Protokoll einzusetzen, ergibt sich eine Skalierbarkeit auf bis zu 1 TB. Zwar senkt das die Geschwindigkeit etwas, doch bleibt der Server in dieser Hinsicht immer noch der Konkurrenz überlegen. Gleichzeitig profitieren Anwender bei In-Memory-Datenbanken von deutlich kürzeren Latenzen. Für eine Versicherung, die mit SAP HANA arbeitet, bedeutet das einen flüssigen Umgang mit großen Datenmengen.

 

Zusätzlich profitiert sie von weiteren Eigenschaften der neuen Servergeneration von HPE:

1. Intelligent System-Tuning
Schwankungen in der Leistung der CPU waren bislang bei Servern Standard – ein störender Faktor im Umgang mit Datenbanksystemen. Gen10-Server arbeiten mit optimierter Taktrate und steigern damit die Stabilität und Performance der CPU; „Intelligent System Tuning“ verringert Latenzen und sorgt für eine stabil hohe Leistung.
2. Einsatz neuer Prozessoren
In Gen10-Servern von HPE kommen die brandneuen Intel-Prozessoren der sogenannten „Skylake-Generation“ zum Einsatz, die nicht mit der Architektur älterer Server kompatibel sind. Angeschlossene Systeme profitieren dafür von rund 20 Prozent mehr CPU-Performance.
3. HÖhere Speicherdichte
Die Gen10-Server lassen sich mit schnellen NVMe-Festplatten verwenden – ganze 20 Stück im Gegensatz zu sechs Stück bei der Vorgängergeneration. Auch das hebt die Performance bei der Arbeit mit Microsoft-Datenbanken in bisher nie dagewesene Höhen.

 

Ausbau des hyper-converged-Umfelds - Platz für bis zu 30 Festplatten


Eine neue Architektur macht es möglich: Bis zu 30 Small-Form-Factor 2,5 Zoll-Spindeln finden auf zwei Höheneinheiten in den neuen HPE-Servern Platz. Entscheidend ist das laut Wolff für alle Unternehmen, die in einem hyper-converged-Umfeld arbeiten, in dem alle Technologien zu einem einzigen System verbunden sind.

"Der Einsatz externer Festplatten kommt in einem solchen Fall nicht in Frage. Dank der speziellen Architektur der Gen10-Server bleiben Unternehmen trotzdem vorne mit dabei, was Geschwindigkeit und Leistung betrifft, indem sie den freien Platz für zusätzliche Festplatten nutzen."

 

Durch HPE Gen10 Kosten senken und Effizienz steigern


Mehr Leistung, mehr Platz und mehr Sicherheit – die neuen Gen10-Server von HPE bieten eine ganze Reihe von Vorteilen für moderne Unternehmen, sowohl für solche, die mit großen Datenmengen arbeiten, als auch für Nutzer, die keine externen Festplatten verwenden können.

Einer der Vorteile entlastet die Firmenkasse von Beginn an. Denn durch einen höheren Konsolidierungsgrad mit Gen10-Servern lassen sich Investitions- und Betriebskosten senken – schlicht und einfach, indem mehr virtuelle Maschinen auf einer physischen Instanz Platz finden. Das reduziert die Zahl an Servern, die in einem Unternehmen notwendig sind.

 

HPE sorgt für einfacheres Servermanagement


Hinzu kommt als Extrabonus, dass das Mehr an Leistung mit einem einfacheren Servermanagement einhergeht. Verantwortlich dafür ist das neue Tool HPE iLo Amplifier. Es gibt Ihnen die Möglichkeit, bei mehreren Servern intelligent Firmware-Updates durchzuführen – mit nur einer Oberfläche.

Angesichts dieser Eigenschaften ist es wenig verwunderlich, dass Alexander Wolff begeistert von den Möglichkeiten ist, die die brandneuen Server von HPE Anwendern bieten. "Was Sicherheit, Schnelligkeit und Speicherkapazitäten betrifft, setzen die HPE Server Maßstäbe, die andere erst noch erreichen müssen." Falls Sie darüber hinaus Fragen haben, können Sie sich gerne an uns wenden – Wir freuen uns auf Ihre Anfragen.

 

 

weitere Informationen


Intel Prozessoren  

Bei den neuen Skylake-Prozessoren von Intel sind die Klassifizierungen E5 und E7 von Gold, Silber, Bronze und Platinum abgelöst worden. Wir haben für Sie eine Übersicht mit Informationen direkt vom Hersteller zusammengestellt.

Intel Skylake-Prozessoren

Modell 81xx
Platinum
61xx
Gold
51xx
Gold
41xx
Silver
31xx
Bronze
Max. UPI Links 3 3 2 2 2
UPI Geschwindigkeit 10.4GT/s 10.4GT/s 10.4GT/s 9.6GT/s 9.6GT/s
RAM DDR4 @ 2666 MHz DDR4 @ 2666 MHz DDR4 @ 2400 MHz DDR4 @ 2400 MHz DDR4 @ 2133 MHz
Intel Turbo Boost Ja Ja Ja Ja Nein
Intel Hyper-Threading Ja Ja Ja Ja Nein
AVX-512 FMAs 2 2 1 1 1
RAS Advanced Advanced Advanced Standard Standard
Max. Anzahl CPUs/System 8 4 4 2 2
   

 

 


 
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