Switches: Managed vs. Unmanaged - die Unterschiede

Wer über die Anschaffung eines Switches für den Aufbau eines Heim- oder Firmennetzwerkes nachdenkt, steht schnell vor mindestens einer relevanten Frage: Soll es ein managed oder ein unmanaged Switch sein? Und was sind überhaupt die Unterschiede? Eine Übersicht.

Generelle technische Grundlagen von Switches

Als Switches bezeichnet man in der Netzwerktechnik vereinfacht ausgedrückt Verteilerboxen, die andere Geräte in einem Local Area Network (LAN) miteinander verbinden und per Paketvermittlung Daten effektiv zu und von diesen Verbindungen weiterleiten. Ein simples Beispiel für einen klassischen Einsatzort sind LAN-Events: Hier werden Switches und Hubs dazu genutzt, die Gaming-PCs oder Konsolen der Teilnehmer in einem ausfallsicheren Netzwerk zusammenzubringen. Im Vergleich zu den auf den ersten Blick sehr ähnlichen Repeater-Hubs treffen Switches eigene Weiterleitungsentscheidungen und schicken Datenpakete nicht einfach an alle Anschlüsse, sondern lediglich an den Port des ausgewählten Zielgeräts. Die benötigten Zieladressen (MAC) und die zugehörigen Ports hinterlegt das Gerät in einem Source-Address-Table (SAT).

Dazu eignen sich unmanaged Ethernet Switches

Heimnetzwerke und kleinere Büros sind Orte, an denen man am ehesten einen unmanaged Switch vorfindet: Die Geräte werden in der Regel unkompliziert per Plug-and-Play mit dem Netzwerk verbunden und funktionieren, ohne dass ein geschulter Administrator eine umfangreiche Einrichtung vornehmen muss. Dennoch gibt es auch in gewerblichen und industriellen Umgebungen Anwendungsmöglichkeiten.

So eignen sich unmanaged Switches zum Beispiel dazu, temporäre Arbeitsgruppen zu größeren Netzwerken hinzuzufügen oder IP-basierte Überwachungskameras miteinander zu vernetzen. Spielen Aspekte wie Konfiguration, Verwaltung oder Überwachung aus der Ferne eine Rolle oder sollen Netzwerke mit hohem Datenverkehr und vielen Teilnehmern etabliert werden, sind managed Switches die bevorzugte Wahl.

Dazu eignen sich managed Ethernet Switches

Managed Switches finden in der Regel dort Anwendung, wo es auf Reaktionszeiten im Millisekundenbereich ankommt. Insbesondere eignen sie sich für den Einsatz in großen Enterprise-Netzwerken mit einer Vielzahl an angeschlossenen IT-Geräten und bei Unternehmen, die ihr Netzwerk aus der Ferne verwalten und warten möchten. Im Privathaushalt ist das in der Regel nicht notwendig – zumal managed Switches noch zahlreiche weitere Funktionen für fortgeschrittene Anwender bereithalten.

Unter anderem lassen sich einzelne Teilnehmer oder Netzsegmente isolieren und vLANs aufbauen. Außerdem ist ein erweitertes Bandbreitenmanagement möglich, mit dem sich bestimmten Netzwerk-Teilnehmern garantierte Bandbreiten zuweisen lassen. Ein Aspekt, der zum Beispiel bei der IP-Telefonie zum Tragen kommt.

Managed Switches unterstützen zudem das Simple Network Management Protocol (SNMP), mit dem Administratoren den Status der Verbindungen überwachen können. Zusätzlich gibt es detaillierte Statistiken zu Aspekten wie dem Traffic-Durchsatz, möglichen Netzwerk-Fehlern und dem Port-Status.

Und welcher Switch soll es sein?

Wie bei vielen Kaufentscheidungen steht und fällt die Antwort auf diese Frage mit den vorgesehenen Einsatzorten des anzuschaffenden Geräts. Soll der Switch im Heimnetzwerk eingesetzt werden oder ist er für ein kleineres Büro vorgesehen? Dann reicht ein unmanaged Switch vollkommen aus. Sind komplexere Netzwerk-Setups mit Fernverwaltung und detaillierten Einstellungsmöglichkeiten vorgesehen, die dazu noch höchsten Sicherheitsstandards entsprechen müssen und bestenfalls von einer dedizierten IT-Abteilung verwaltet werden, sind managed Switches die richtige Wahl. Die Unterschiede im Funktionsumfang schlagen sich jedoch auch in den Preisen nieder: Die Unmanaged-Variante ist deutlich günstiger als Geräte der Managed-Kategorie.

Aruba Switches sind die besten!

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