Windows Server: Leistungsprobleme in Servern aufdecken

Server dienen nicht nur der Datenspeicherung in der Bürokommunikation. In der Industrie ist häufig die gesamte Produktion vom zuverlässigen Betrieb zentraler Server abhängig. Bei Leistungsproblemen muss sofort gehandelt werden, das gilt gleichermaßen für Kleinunternehmen wie auch für Konzerne. Der Windows Server integriert bereits Werkzeuge zum Aufdecken von Leistungsengpässen. Dazu zählt zum Beispiel der Performance Monitor. Weitere Hilfe bei der Analyse bieten die Eventlogs und der Netzwerkmonitor.

Windows-Bordmittel zur Leistungsanalyse und -überwachung

Für die Überwachung und Analyse laufender Prozesse integriert der Windows Server drei Tools: den Task-Manager, den Performance- und Ressourcenmonitor.

Task-Manager zur Analyse von Leistungsproblemen

Der Task-Manager gibt für das Monitoring hilfreiche Informationen an. Das Tool startet per Eingabe von „taskmgr“ oder über die Tastenkombination Strg+Alt+Entf.

Nach Klick auf den Reiter „Leistung“ informiert es über die Auslastung von

  • CPU,
  • Arbeitsspeicher,
  • Datenträgern,
  • Ethernet,
  • WLAN und
  • GPU.

Leistungs-Überwachung mit dem Ressourcenmonitor

Der Ressourcenmonitor wird am unteren Bildschirmrand auf der Leistungs-Registerkarte des Task-Managers angezeigt und lässt sich von dort aus öffnen. Hier sind zusätzliche Details wie Prozesse mit Netzwerkaktivität und die CPU-Auslastung einsehbar. Auch lässt sich zum Beispiel die Verwendung des Arbeitsspeichers aufschlüsseln und damit erkennen, wie viel in Verwendung und in Stand-by ist. Neben Echtzeitinformationen zu den Hardwareressourcen zeigt das Tool die Systemressourcen an, die entweder das Betriebssystem, ausgeführte Anwendungen oder Dienste nutzen – einschließlich Modulen und Handles.

Zudem können Admins mit dem Ressourcenmonitor:

  • Prozesse anhalten,
  • Dienste stoppen und starten,
  • Thread-Warteschlangen anzeigen,
  • Prozess-Deadlocks analysieren und
  • WLAN und
  • Prozesse identifizieren, die Dateien sperren.

Leistungsmonitor zur Leistungskontrolle in Echtzeit

Der Start des Leistungsmonitors erfolgt über die Eingabe „perfmon.msc“. Das Tool zeigt Leistungsdaten in Echtzeit oder einer Protokolldatei an. Außerdem ist der Ablauf von Ereignissen nachvollziehbar. Zum Konfigurieren und Planen der Leistungsindikatoren können Anwender Datensammelsätze erstellen. Mögliche Leistungsprobleme lassen sich anschließend mit den verschiedenen Leistungsindikatoren überprüfen und entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Windows Server

Schwache Leistung mit der Energieoption „Balanced“ beheben

Ab Windows Servers 2008 R2 kann es in manchen Fällen zu Leistungsproblemen kommen, wenn die Basis-Energieoption „Balanced“ aktiv ist. Die Einstellung ermöglicht Energieeinsparungen, indem die Prozessorleistung abhängig vom aktuellen Bedarf skaliert wird. Eine mögliche Folge sind längere Antwortzeiten und Probleme mit CPU-intensiven Anwendungen. Eine Lösungsmöglichkeit sind Updates für die Hardware und das Betriebssystem. Dafür muss das BIOS aktualisiert und für Windows Server 2008 R2 (auch mit Service Pack) der Hotfix und ein CPU-Update installiert werden. Ein alternativer Workaround ist der Wechsel in den Modus „High Performance“.

Hyper-V-Hosts zur Perfomance-Steigerung

Ein langsamer Hyper-V-Host beeinträchtigt die Performance aller virtuellen Maschinen auf dem Host. Die Messung kann mit dem Tool „Windows Performance Toolkit (WPT)“ erfolgen. Der Datensammlersatz „Server Manager Performance Monitor“ wird über Eingabe des Befehls „logman.exe“ gestartet und ermittelt die Leistung von Hyper-V-Hosts.

Fazit – Tools zur Leistungsoptimierung kombinieren

Windows hat bereits sehr gute Werkzeuge zur Überwachung und Analyse der Leistung von Servern an Bord. Die weiteren vorgestellten Tools bieten zusätzliche nützliche Informationen und helfen bei der schnellen Fehlersuche und Problemlösung

 


 
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