Netzwerkautomatisierung - was jetzt wichtig ist

15. Juni 2020

Immer mehr Geschäftsprozesse werden digitalisiert, Services werden ressourcenintensiver. Die Anforderungen an Unternehmensnetzwerke steigen mit ihren Aufgaben – und damit auch die Anforderungen an die Technologie. Automatisierte Abläufe für wiederkehrende Anwendungen erleichtern IT-Abteilungen die Administration und sichern den Geschäftsbetrieb

Mehr als nur Performance

Zuverlässige, zukunftsfähige Netzwerktechnologie wird zum relevanten Faktor des Unternehmenserfolges. Nicht nur für Big Player, sondern auch für kleine Unternehmen, die mit einer bedarfsgerechten Automatisierungslösung gut beraten sind. So ist die Auswahl von Switches, die den Datenverkehr in modernen Campusnetzen regeln, längst nicht mehr nur eine Frage der Performance, die die meisten Hersteller problemlos liefern. Up-LIinks von bis zu 50 Gigabit/s sind Standard. Entscheidend sind mehr und mehr Automatisierungsfunktionen, umfassende Sicherheitsmerkmale, ein übersichtliches Management mit effektiven Möglichkeiten zu Analyse und Troubleshooting, offene Schnittstellen sowie die Option auf ein zentrales Management aus der Cloud heraus. Die Switching-Software der Aruba-CX-Serie stellt diese Funktionen bereit und lässt sich in bestehende Systeme einbinden, vollständig konfigurieren und abfragen. Die Range der angebotenen Geräte reicht von kleinen Lösungen für Unterverteiler bis hin zu Produkten mit DataCenter-Features.

Network Automation

Spielraum für individuelle Anforderungen

Die Möglichkeiten, die Infrastruktur eines Unternehmens zu managen, sind so unterschiedlich wie die Administratoren selbst. Deshalb bietet die CX-Serie auch hier Spielraum. Ob moderne Programmiersprachen wie Phyton oder klassische CLI-Befehle auf der Konsole, beides führt ans Ziel. Aruba-NetEdit, ein Tool, das für bis zu 25 Geräte kostenfrei genutzt werden kann, bildet eine Brücke zwischen CLI, grafischem Interface sowie intelligenter Automatisierung. Gute Hilfestellung leistet auch das Grafische User Interface (GUI). Die Network Analytics Engine (NAE) läuft in Echtzeit direkt auf dem Switch, analysiert den Datenstrom und warnt bei auftretenden Anomalien wie etwa hohen Latenzen im VoIP-Bereich. Für ein einfacheres Handling lassen sich zahlreiche Scripts direkt über die im Switch integrierte Aruba-Solution-Exchange-Plattform herunterladen.

Cloud oder onPrem?

Egal, wofür Sie sich entscheiden, die Architektur erlaubt Ihnen bei einem durchgängigen Betriebssystem beides – vom Etagenverteiler bis zum High-Performance-DataCenter-Switch. Doch sobald Sie mehrere Standorte möglichst einfach zentral verwalten wollen, sollten Sie über Cloud-Management nachdenken. Die Geräte der CX-Serie gibt es für Campus, Core und DataCenter mit einem einheitlichen Betriebssystem. Die Architektur ist Cloud-ready und folgt in Kürze den bestehenden AOS-Switches in die Aruba-Central-Management-Plattform in der Cloud, sofern sie die Geräte nicht weiterhin onPrem verwalten möchten. Neben Switching sind in Central auch Security-, WLAN- und SD-WAN-Funktionen enthalten – für ein umfassendes Management Ihrer Netzwerkinfrastruktur von überall aus.

Schnell und sicher verfügbar

Insbesondere bei onPrem-Lösungen ist die Inbetriebnahme in der Regel die erste Herausforderung. Die Geräte im Werkszustand müssen mit den entscheidenden Parametern für die zentrale Verwaltung konfiguriert werden. Nicht so bei der Aruba-CX. Mittels einer App und Bluetooth-Technologie gelingt die Konfiguration schnell und unkompliziert. Außerdem können Sie sich zwischen einem Golden Template als Basiskonfiguration oder der Eingabe von Parametern wie Syslog, SNMP, Hostname und IP-Adresse entscheiden. Danach kann es sofort losgehen.
Dafür, dass auch im laufenden Betrieb die Geräte jederzeit verfügbar sind, sorgen zahlreiche Funktionen oder ergänzende Tools. Um Ausfälle durch Konfigurationsfehler zu minimieren, überprüft NetEdit Parameter auf Vollständigkeit und richtige Syntax. Und auch das Betriebssystem der Switches prüft die Befehle vor dem Rollout. Das Operating System selbst ist so modular aufgebaut, das viele Funktionen als einzelne Dienste laufen und bei Bedarf auch neu gestartet werden können. Eine Datenbank protokolliert sowohl Datenverkehr als auch jegliche Änderungen am System. Damit lassen sich Fehlerursachen (Root Cases) genauer identifizieren. Die Virtualisierung per VSX ermöglicht es, Geräte zu einer logischen Einheit zu verschalten, die synchronisiert, aber eigenständig weiterarbeiten. Im Gegensatz zu Virtualisierungsverfahren oder Stacking-Mechanismen anderer Hersteller beeinträchtigt die Störung einer Einheit so nicht das Gesamtsystem und Totalausfälle werden verhindert. Mittels Snapshots lassen sich problematische Konfigurationen automatisch mit Ablauf eines Timers rückgängig machen. Auch die Stromversorgung ist vorausschauend konzipiert. IP-Telefone, Access Points und IoT-Geräte werden praktischerweise gleich am Datenanschluss mit Strom versorgt, was heute zum Standard zählt. Die CX-Serie ist jedoch in der Lage, diese Stromversorgung auch während eines Reboots aufrechtzuerhalten. Endgeräte können sich so schneller wieder einloggen, da nicht das gesamte System neu gestartet werden muss.

CX Mobile App
NetEdit

Portfolio mit Bandbreite

Die Auswahl unterschiedlicher Ausführungen ist groß und bietet Lösungen für unterschiedlichste Bedürfnisse – von klein bis groß. In der kleinsten Ausführung der 6200F lassen sich bis zu 8 Switches im Stack (VSF = Aruba-Stack-Technologie via Standard-Ethernet-Ports) zu einer Einheit koppeln. Jeweils vier 10-Gigabit/s-Ports sind Standard, bis zu 740 Watt PoE+ stehen zur Verfügung. Enthalten sind auch zahlreiche Features wie OSPF Access Routing und Dynamic Segmentation. Die 6300er-Serie wartet darüber hinaus mit abwärtskompatiblen 50-Gigabit/s-Ports und 10 Geräten je Stack auf. Bis 2.880 Watt PoE (Class 6) werden hier für extremste Anforderungen geboten. Neben dem Fixed-Port-Modell (6300F) gibt es zusätzlich eine modulare Variante mit zwei Netzteil-Slots (6300M). Die 6400er-Serie ist ein modulares System mit 5 bzw. 10 Slots für Linecards, die über separate Slots über bis zu 2 Management -Module verfügen. Wegen der schieren Leistung und Funktion können die Geräte der Serie sowohl als große Access-Verteiler inklusive PoE wie auch als Campus-Core-Systeme eingesetzt werden. Überbuchung gehört mit der Non-Blocking-Architektur der Vergangenheit an. Ab der 6400er-Serie aufwärts kommt in den Geräten VSX-Technologie zur Virtualisierung zum Einsatz. Anwender, die sich eine Spine/Leaf-Architektur wünschen und DataCenter-Features wie VXLAN suchen, sind bei der 8000er-Serie richtig. Vom 8320 über den 8325 bis hin zum modularen 8400 sind 10G/25G/40G/50G/100G-Ports bei optimaler Packungsdichte vorhanden. Variable Kühlung und redundante Netzteil-Slots sind in dieser Klasse ebenfalls verfügbar.

Tiefer einsteigen?

Lassen Sie sich die neue CX-Serie von unserem Experten in einer Demo zeigen. Komplexe Szenarien können so im Vorfeld realistisch simuliert und persönliche Fragen können geklärt werden. Danach kann eine bedarfsgerechte Konfiguration erstellt werden – auch bequem per Videokonferenz von Ihrem Arbeitsplatz aus.

 
Andreas Mayer

Andreas Mayer
System Engineer
Tel: +49 9421 75592 205
Mail: Andreas.Mayer@mcl.de

 


 

WAS JETZT (NOCH) WICHTIG IST

Homeoffice, Server- und Storage-Kapazitäten, Datensicherheit oder agiles Arbeiten in der Cloud – Informationen auf den Punkt gebracht. Schnell und zielführend. Alles, was IT-Verantwortliche jetzt wissen müssen, finden Sie hier auf einen Blick.
howITworks